Im neuen Jahr 2026 starte ich mit dem Skullcandy Dime EVO Testbericht. Der Kopfhörer ist zwar gerade nicht mehr der neuste auf dem Markt, aber früher bin ich einfach nicht zum Testen gekommen. Die Dime EVO sind ein Budget Kopfhörer für knapp unter 50€ und wollen hier mit einem trendigen Aussehen und gutem Klang punkten. Wie das gelungen ist, liest du hier.
Der Kopfhörer wurde mir von Skullcandy für diesen Test zur Verfügung gestellt.
Technische Daten
- In Ear
- 6mm Treiber
- 20 Hz - 20 kHz
- 5g pro Ohrhörer, 50g Ladecase
- USB-C Laden
- Transparenzmodus
Verpackung, Verarbeitung und Nachhaltigkeit
Die Verpackung ist angenehm kompakt, bunt gestaltet und damit typisch Skullcandy. Positiv: Es kommen keine Plastiktüten oder unnötigen Kunststoffeinlagen zum Einsatz. Alles ist aus Pappe bzw. Papier, sodass das Thema Nachhaltigkeit hier definitiv berücksichtigt wurde.
Das Ladecase ist optisch ein kleines Highlight:
Ein schiebbares Case aus Kunststoff, halb transparent, mit einer praktischen Schlaufe, sodass du es zum Beispiel an deinem Schlüsselbund oder an einer Tasche befestigen kannst. Das wirkt modern, funktional und ein bisschen verspielter als klassische Cases.
Die Verarbeitung ist insgesamt ordentlich – sowohl beim Case als auch bei den Ohrhörern selbst. Die In-Ears fühlen sich allerdings klar nach günstigem Kunststoff an. Nichts knarzt, nichts wackelt, aber haptisch merkt man, dass wir uns eher im Einstiegssegment bewegen. Die Bauweise ist kompakt, gleichzeitig wirken die Hörer aber ein wenig klobig, was später beim Tragekomfort noch eine Rolle spielt.
Akku
Bei der Akkulaufzeit gibt es wenig zu meckern. Der Hersteller gibt 8 Stunden Wiedergabezeit über die Ohrhörer und 28 Stunden über das Case an – und das wurde im Test problemlos erreicht.
Für den Alltag heißt das:
Mehrere Tage normales Hören ohne permanent ans Ladegerät zu müssen
Auch längere Bahnfahrten, Uni-Tage oder Arbeitstage sind locker drin
Praktisch ist zudem die Schnellladefunktion:
In 10 Minuten Laden bekommst du ungefähr 2 Stunden Wiedergabezeit. Wenn du also kurz vor dem Sport oder dem Weg zur Arbeit merkst, dass der Akku leer ist, reicht ein kurzer Stopp an der Steckdose oder Powerbank aus.
Bedienung
Die Bedienung erfolgt über physische Druckknöpfe an den Ohrhörern. Die Tasten sind leichtgängig und haben nur wenig Widerstand. Das hat zwei Vorteile:
Du musst nicht stark drücken und schiebst dir die In-Ears dadurch nicht unangenehm in den Gehörgang.
Auch mit leicht schwitzigen Fingern lassen sich die Knöpfe gut bedienen.
Die Standardbelegung der Tasten ist allerdings nicht optimal gewählt, da du damit weder die Lautstärke regeln noch einen Song zurückspringen kannst. Das schränkt die Bedienung direkt am Ohr zunächst etwas ein.
Der große Pluspunkt:
Über die App kannst du die Steuerung komplett anpassen.
Jede Seite lässt sich individuell belegen
Du kannst dir z. B. auf einer Seite Play/Pause und Titel vor/zurück legen
Auf der anderen Seite Lauter/Leiser und Transparenz
So kannst du dir die Steuerung genau so bauen, wie du es im Alltag brauchst. In der Praxis macht das einen großen Unterschied und rettet die Bedienung ziemlich.
Verbindung und Reichweite
Die Bluetooth-Verbindung ist solide, aber nicht überragend.
In einer offenen Umgebung kommst du auf ungefähr 10 Meter Reichweite, was absolut im Rahmen liegt. Sobald allerdings Wände oder geschlossene Türen dazwischen sind, reduziert sich die stabile Reichweite auf etwa 7 Meter. Das ist okay, aber nichts Besonderes.
Positiv fällt das Multipairing auf:
Du kannst die Kopfhörer mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden
Der Wechsel funktioniert automatisch und problemlos
Beispiel: Du hörst Musik am Laptop (Gerät 1), dein Handy (Gerät 2) klingelt → die Musik stoppt, der Anruf wird direkt auf die Kopfhörer gelegt
Das macht den Alltag deutlich angenehmer, wenn du oft zwischen Smartphone, Tablet und Laptop wechselst.
Features
Transparenzmodus
Der Transparenzmodus lässt sich in der App individuell einstellen. Du kannst also festlegen, wie stark Umgebungsgeräusche durchgelassen werden sollen. Das ist besonders praktisch, wenn du häufig in verschiedenen Umgebungen unterwegs bist.
Auf der höchsten Stufe hätte ich mir persönlich aber noch etwas mehr Durchlässigkeit gewünscht. Für meinen Geschmack ist der Transparenzmodus einen Tick zu schwach, gerade wenn man von sehr offenen Transparenzmodi anderer Hersteller kommt.
Ein leichtes Grundrauschen kommt im Transparenzmodus dazu, bleibt aber relativ gering und ist nach kurzer Zeit nicht mehr groß störend.
App
Die App ist – wie man es von Skullcandy mittlerweile kennt – gut strukturiert und funktionsreich:
Übersichtliche Startseite
Logische Menüs für Steuerung, Transparenzmodus und EQ
Keine überladene Optik, alles leicht zu finden
Du hast die Wahl zwischen drei voreingestellten EQ-Profilen (z. B. Musik, Bass, Podcast) oder kannst dir über einen eigenen 5-Band-EQ deinen Klang so einstellen, wie du ihn magst.
Gerade in Kombination mit dem eher neutral abgestimmten Grundklang ist diese EQ-Funktion ein echter Mehrwert, weil du hier viel rausholen kannst – egal ob du lieber mehr Bass, mehr Präsenz in den Stimmen oder mehr Brillanz in den Höhen willst.
Tragekomfort
Beim Skullcandy Dime EVO Test zeigt sich recht schnell, dass der Tragekomfort stark von deiner Ohrgröße abhängt. Die Hörer sind zwar insgesamt kompakt gebaut, wirken durch ihre Form aber dennoch etwas klobig. Für kleine Ohren sind sie deshalb nur bedingt geeignet – hier kann es schnell eng und drückend werden.
Wenn deine Ohren etwas größer sind, sitzen die In-Ears dagegen erstaunlich stabil: Sie halten auch bei Bewegung gut im Ohr und rutschen nicht ständig heraus, was im Alltag und bei leichter Aktivität definitiv ein Pluspunkt ist. Nach etwa einer guten Stunde macht sich die Bauweise dann aber bemerkbar – die Hörer werden spürbar und mit der Zeit unangenehm. Im Alltag heißt das: Für kürzere Sessions sind sie absolut in Ordnung, für sehr lange Hörmarathons würde ich persönlich andere Modelle bevorzugen.
Sprachqualität
In Sachen Telefonie schlägt sich der Kopfhörer im Skullcandy Dime EVO Test solide, aber nicht überragend. Deine Stimme kommt beim Gesprächspartner leicht dumpf an, ist aber laut genug und gut verständlich. Die Mikrofone versuchen aktiv, Umgebungsgeräusche zu unterdrücken, was in ruhiger Umgebung ganz gut funktioniert.
Sobald es lauter wird – etwa in der Bahn oder auf einer belebten Straße – merkt man jedoch, dass die Algorithmen an ihre Grenzen kommen: Teile der Stimme brechen dann gelegentlich weg oder klingen unnatürlich. Für kurze Telefonate zwischendurch ist das absolut okay und praxisnah, wenn du aber viel und lange telefonierst oder häufig in lauten Umgebungen unterwegs bist, sind die Dime EVO nicht die idealen Dauer-Begleiter.
Klang
Bässe, Mitten und Höhen
Der Klang ist einer der spannenderen Punkte im Skullcandy Dime EVO Test, weil der Kopfhörer hier überraschend erwachsen abgestimmt ist. Getestet mit Flat-EQ wirkt das Klangbild angenehm ausgewogen: Keine Frequenz drängt sich unangenehm in den Vordergrund, weder Bass noch Mitten oder Höhen sind übertrieben betont. Der Tiefbass ist allerdings nur schwach ausgeprägt – gerade die ganz unteren Frequenzen fehlen, wenn du gerne basslastige Tracks mit ordentlich Druck hörst.
Im Gegenzug sind die Mitten wirklich stark: Stimmen haben viel Präsenz und Raum, wirken klar verständlich und setzen sich gut von den Instrumenten ab. Nichts verschwimmt, einzelne Elemente im Mix lassen sich sauber auseinanderhalten, was gerade bei Vocals, Podcasts und Hörbüchern richtig Spaß macht.
Die Höhen sind leicht warm abgestimmt, also eher auf der angenehmen, zurückhaltenden Seite. Es fehlt ein Hauch an Brillanz und „Luftigkeit“, dafür gibt es kein scharfes Zischeln oder nervige S-Laute – auch bei längeren Sessions bleibt das Hören entspannt.
Grundrauschen
Das Grundrauschen ist im normalen Modus kaum wahrnehmbar und fällt nur beim Transparenzmodus etwas stärker auf, ohne wirklich zu stören. Damit eignen sich die In-Ears sehr gut für ASMR, Podcasts oder entspannte Hintergrundmusik.
Welche Musikrichtung
Eine bestimmte Musikrichtung sticht nicht übermäßig hervor: Pop, EDM, Rock oder Singer-Songwriter – alles lässt sich gleich gut hören. Dank EQ in der App kannst du den Klang zudem an deine persönlichen Vorlieben anpassen
Surround Klang und 3D Sound
Der Stereoeindruck ist sauber und die räumliche Darstellung in den vorderen und seitlichen Bereichen liegt spürbar über dem, was man in dieser Preisklasse sonst häufig bekommt. Damit kann man durchaus gerne mal einen Film ansehen
Fazit zum Klang
Klanglich gehören die Skullcandy Dime EVO sicherlich zu den besseren Geräten dieser Preisklasse und sind für den Alltag sehr gut geeignet.
Überblick
Lieferumfang
Akkulaufzeit
Bedienung
Features
Tragekomfort
Sprachqualität
Klang
Fazit
Unterm Strich bekommst du hier einen soliden Einstiegskopfhörer ohne viel Schnickschnack, aber mit gutem, ausgewogenem Klang, ordentlicher Akkulaufzeit, einfacher Bedienung (vor allem nach Anpassung in der App) und sinnvollen Grundfunktionen im Alltag.
Klar, es gibt Schwächen beim Tragekomfort über längere Zeit und bei der Sprachqualität in lauter Umgebung. Wenn du aber ein kleines Budget hast, hauptsächlich Musik, Podcasts oder Hörbücher hörst und nicht die kleinsten Ohren mitbringst, kann ich dir dieses Modell durchaus empfehlen.



















