Die Musik-Streaming-Plattform Qobuz hat am 3. Februar 2026 offiziell ihre neuen KI-Leitlinien vorgestellt und damit klar definiert, wie sie mit künstlich generierter Musik und KI-Technologie umgehen will. Das französische Unternehmen, bekannt für hochwertigen Klang und redaktionelle Musikempfehlungen, reagiert damit auf eine zentrale Herausforderung der Branche: dem exponentiellen Anstieg von KI-Musik und den damit verbundenen Risiken für Künstler:innen und Nutzer:innen.
Menschliche Musik im Mittelpunkt
Qobuz setzt auf menschliche Kontrolle und Transparenz bei der Musik-Auswahl. Die Leitlinien folgen drei Grundprinzipien:
100 % menschliche redaktionelle Auswahl: Alle hervorgehobenen Empfehlungen wie Qobuzissimes, Album der Woche oder Playlists werden ausschließlich von der eigenen Redaktion zusammengestellt. „Unser Engagement ist klar: Wir wollen sicherstellen, dass Künstler:innen diejenige Sichtbarkeit und Vergütung erhalten, die sie verdienen“, so Georges Fornay, stellvertretender CEO von Qobuz.
Verzicht auf KI-Musik in Empfehlungen: Personalisierte Empfehlungen – von Auto-Play über Radio bis Daily Mixes – basieren auf Daten, die von der Redaktion kuratiert oder vertrauenswürdigen Partnern stammen. KI-generierte Titel sind hier ausdrücklich ausgeschlossen.
Erkennung und Ausschluss betrügerischer KI-Inhalte: Qobuz arbeitet an Tools zur Identifikation von KI-Musik und betrügerischen Streaming-Mustern und entfernt entsprechend Inhalte, sobald Verstöße erkannt werden.
Zudem verpflichtet sich Qobuz, selbst keine KI für die Generierung musikalischer Inhalte zu nutzen, die redaktionelle Auswahl nicht durch KI zu ersetzen und Daten der Nutzer:innen oder Inhalte nicht an externe KI-Modelle zum Training freizugeben.
Qobuz beschreibt die neuen Richtlinien als „lebendiges Dokument“, das alle sechs Monate überarbeitet werden soll, um auf technologische Entwicklungen und Feedback aus der Community zu reagieren.
Warum das relevant ist
Hintergrund dieser Leitlinien ist der zunehmende Druck durch KI-Musik auf die Musikindustrie: Studien prognostizieren, dass bis 2028 etwa 20 % der Streaming-Einnahmen auf KI-generierte Musik entfallen könnten, mit einem potenziellen Verlust von bis zu 4 Milliarden Euro für Musikschaffende. Qobuz will genau diesen Risiken mit Transparenz und einem klaren Bekenntnis zur menschlichen Musik entgegenwirken.
Vergleich: Wie andere Streaming-Anbieter mit KI-Musik umgehen
Der Umgang mit KI-generierter Musik ist ein heiß diskutiertes Thema – und die Strategien der Plattformen unterscheiden sich deutlich:
🎧 Deezer
Bei Deezer liegt der Fokus ebenfalls stark auf Erkennung und Abwehr von KI-Musik. Die Plattform hat eine KI-Erkennungstechnologie entwickelt, die täglich bis zu Millionen KI-generierter Tracks identifiziert und aus Empfehlungsalgorithmen entfernt. Teile dieser Technologie werden sogar anderen Anbietern über Partnerschaften angeboten. Deezer berichtet, dass 2025 bis zu 85 % der als KI erkannten Musik betrügerisch seien und entsprechend von Monetarisierung ausgeschlossen würden.
Deezer kennzeichnet zudem KI-Musik sichtbar im Katalog, damit Nutzer:innen wissen, was sie hören.
Vergleiche: Reuters, Deezer Community
🎵 Spotify
Der Platzhirsch Spotify hat zwar keine generelle Sperre für KI-Musik angekündigt, aber 2025 75 Millionen „spammy“ Tracks aus dem Katalog entfernt, die oft durch KI-Generatoren erstellt worden seien oder zur Manipulation des Systems dienten.
Spotify will ferner Standards zur Erkennung und Offenlegung von KI-Elementen fördern, hält sich aber bei einem generellen Verbot zurück.
🎸 Bandcamp
Ein bemerkenswert konträrer Ansatz stammt von Bandcamp: Diese Plattform hat KI-generierte Musik komplett verboten, zumindest wenn sie „ganz oder überwiegend“ von KI erzeugt wurde. Nutzer:innen können verdächtige Musik melden, und Inhalte werden gegebenenfalls entfernt.
Vergleiche: Bandcamp
📱 Andere (Apple Music, Amazon, Tidal)
Zu großen Diensten wie Apple Music, Amazon Music oder Tidal gibt es bisher wenig klare öffentliche Aussagen. Branchenbeobachter berichten, dass diese Anbieter intern noch darüber diskutieren oder zu KI-Musik bislang keine öffentlich kommunizierten Regeln haben.
Vergleiche: Stereo.de
Fazit zum Branchenvergleich
| Plattform | KI-Musik in Empfehlungen | KI-Erkennung & Kennzeichnung | Generelles Verbot |
|---|---|---|---|
| Qobuz | ❌ Ausgeschlossen | 🛠️ Entwickelt | ❌ Nein |
| Deezer | ❌ Ausgeschlossen | ✅ Ja | ❌ Nein |
| Spotify | ❌ In Diskussion | 🛠️ Teilweise | ❌ Nein |
| Bandcamp | ❌ (komplett verboten) | ⚠️ Nutzer-Report | ✅ Ja |
| Apple Music | ⚠️ Unklar | ⚠️ Unklar | ❌ Unklar |
Meine Meinung
KI-generierte Musik ist zweifellos ein faszinierender technologischer Fortschritt – sie kann es für dich als Hörer deutlich einfacher machen, neue Sounds zu kreieren oder Lieblingsmusik zu personalisieren. Dennoch glaube ich: Diese Technologie darf nicht die Musiklandschaft dominieren oder echte Künstler:innen verdrängen.
Künstliche Musik kann spannend sein, keine Frage. Aber sie sollte nicht gepushed werden, insbesondere nicht in den zentralen Empfehlungsstrecken einer Plattform, ohne dass klar erkennbar ist, was menschlich geschaffen wurde und was nicht. Künstler:innen, die echte Arbeit und Kreativität investieren, verdienen weiterhin Vorrang, Sichtbarkeit und faire Vergütung. Und genau hier setzt Qobuz mit seinen Leitlinien ein klares Zeichen – weg von anonymem KI-Slop, hin zu einem transparenten, menschlichen Musikerlebnis.
P.S.:
Auch wenn ich KI Musik kritisch sehe, stehe ich KI generell offen gegenüber. Sie vereinfacht in vielen Lebenslagen die Arbeit und hilft effizienter und effektiver zu sein. Auch dieser Artikel wurde mit Hilfe einer KI erstellt. Diese hilft bei der Recherche von Quellen sowie der Erstellung von Bildern und Formulierungen. Dennoch stammt der geistliche Teil von mir und spiegelt in 100% meine Meinung wieder.
Paris, 03. Februar 2026 – Die europäische High-Quality Musikplattform Qobuz(www.qobuz.de) veröffentlicht heute ihre KI-Leitlinien. Die Plattform legt öffentlich dar, wie sie mit KI-generierten Inhalten umgeht und künstliche Intelligenz einsetzt. Die Leitlinien definieren klare Prinzipien und konkrete Verpflichtungen. Sie bestätigen den menschlichen Ansatz von Qobuz als wirksamste Garantie, um sowohl Künstler:innen als auch Nutzer:innen zu schützen.
Der menschliche Ansatz – ein Schutz gegen KI-generierte Inhalte
Die Leitlinien gliedern sich in drei strukturierende Schwerpunkte, die konkret definieren, wie Qobuz KI innerhalb seiner Plattform integriert und eingrenzt.
- Eine zu 100 % menschliche, redaktionelle Auswahl
Alle von Qobuz hervorgehobenen Empfehlungen – wie die Qobuzissimes, die Alben der Woche oder die Playlists – werden von der hauseigenen Musikredaktion ausgewählt. Dieser Ansatz garantiert eine unabhängige Kuratierung und schließt industriell erzeugte, KI-generierte Inhalte von den wichtigsten Platzierungen der Plattform aus.
- Personalisierte Empfehlungen, die auf echte Künstler:innen setzen
Die algorithmischen Empfehlungen, die individuell auf die User:innen zugeschnitten sind (Autoplay, Radios, Daily Mixes, etc.) basieren auf Daten, die vom Qobuz-Redaktionsteam ausgewählt wurden oder von vertrauenswürdigen Partnern stammen, wodurch alle KI-generierten Titel ausgeschlossen werden. Dies garantiert echten Künstler:innen die Sichtbarkeit und Vergütung, die sie verdienen.
- Ein System zur Identifizierung KI-generierter Inhalte
Qobuz entwickelt spezielle Tools zur Identifizierung von KI-generierter Musik und zur Erkennung betrügerischer Streaming-Muster. Die Plattform arbeitet mit Industriepartnern zusammen, um gemeinsam nachhaltige und effektive Lösungen zu entwickeln, die den Nutzer:innen Transparenz und Wahlfreiheit garantieren. Betrügerische Streams werden aus Berichten und von der Auszahlung von Tantiemen ausgeschlossen. KI-generierte Inhalte werden von der Plattform entfernt, sobald Verstöße festgestellt werden.
Darüber hinaus definieren die KI-Leitlinien klare Grenzen: Qobuz verpflichtet sich, niemals selbst musikalische Inhalte für seinen Katalog oder zur Berechnung von Tantiemen zu generieren, redaktionelle Kuratierung nicht durch KI zu ersetzen und Daten der Kund:innen sowie die Musikinhalte nicht zum Training externer KI-Modelle und -Trainings (Crawling oder Scraping) freizugeben.
Ein weiterer Schritt im Zeichen der Transparenz Mit diesen KI-Leitlinien bekräftigt Qobuz seinen eigenen Transparenz-Anspruch. Im Jahr 2025 hat Qobuz als erster Streaming-Dienst seine Auszahlungsraten pro Stream öffentlich bekannt gegeben. Die KI-Leitlinien übertragen dieses Prinzip nun auf den Technikeinsatz: Nutzer:innen haben ein Recht darauf zu wissen, wo und wie KI ihr Musikerlebnis beeinflusst.
KI-generierte Inhalte: eine Herausforderung für die Branche
Die Musikindustrie sieht sich mit einem noch nie dagewesenen Zustrom von KI-generierten Inhalten konfrontiert: Studien wie von CISAC zeigen, dass bis 2028 KI-generierte Musik 20% der Streaming-Einnahmen ausmachen könnte– mit einem potenziellen Verlust von bis zu 4 Milliarden Euro für Musikschaffende. Auf dem Spiel stehen: der Wert menschlicher künstlerischer Leistung, die Transparenz von Streaming-Systemen und der Lebensunterhalt echter Musikschaffender.
„Transparenz liegt in unserer DNA. Diese Leitlinien beantworten die Fragen, die sich unseren Nutzer:innen und in der Musikbranche stellen: Wie setzen wir KI ein, wo ziehen wir die Grenze und wie schützen wir die menschliche künstlerische Leistung? Unser Engagement ist klar: Wir wollen sicherstellen, dass Künstler:innen diejenige Sichtbarkeit und Vergütung erhalten, die sie verdienen. Gleichzeitig wollen wir den Hörer:innen die Gewissheit geben, dass ihre Musikentdeckungen weiterhin von menschlicher Leidenschaft geleitet sind und nicht vom Streben nach Umsatz. Bei Qobuz behalten Menschen die Kontrolle“, so Georges Fornay, stellvertretender CEO von Qobuz.
Für Qobuz ist Transparenz eine gemeinsame Verantwortung in der Musikbranche. Die Leitlinien sind ein lebendiges Dokument, das alle sechs Monate überarbeitet wird, um technologische Entwicklungen und Rückmeldungen von Nutzer:innen und aus der Musikbranche zu berücksichtigen. Qobuz schätzt das Feedback aus der Musikgemeinschaft, von Künstler:innen und von Nutzer:innen, um seinen Ansatz künftig weiter zu optimieren, während sich Technologie und Branchenstandards weiterentwickeln.
Die KI-Leitlinien sind auf Deutsch, Englisch und Französisch unter https://de.community.qobuz.com/ai-charter verfügbar.
KENNZAHLEN
- 4 Milliarden Euro an Einnahmen für Kreativschaffende sind bis 2028 gefährdet (CISAC economic report)
- 20% der Streaming-Erlöse könnte bis 2028 auf KI-generierte Musik entfallen (CISAC economic report)
- Bis zu 70% der KI-Musikstreams sind unrechtmäßig (Deezer study)
- 106.000 Songs werden täglich auf Plattformen hochgeladen, sodass es bis Ende 2025 insgesamt 253 Millionen Songs sein werden (Luminate 2025 report)







